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måndag, 31. mars 2014
halbmarathon

Gestern.
In der ganzen KW 13 war ich so nervös wie lange nicht. Warum, kann ich mir nach wie vor nicht so ganz erklären. Aber ich habe mir immens Sorgen gemacht. Dass ich nicht ankomme und so. Ich musste ja das Training unterbrechen, drei Wochen Komplettpause - und habe mich praktisch in sechs Wochen von vorn anfangend vorbereiten müssen. Und irgendwie hab ich mich total selbst verrückt gemacht mit der Vorstellung, es nicht bis ins Ziel zu schaffen...

Und dann war's gestern soweit! Wetterprognose für alle Lauffreaks: super. Für mich: so lala. Ich bin bisher nie bei Temperaturen über 10° gelaufen... Entsprechend bin ich auch ausgestattet. Noch dazu war ich bei der Kleiderwahl ein wenig unflexibel. Ich brauchte zwei Taschen, die man mit Reißverschluss zumachen konnte, eine für das Carbogel, eine für das Handy, das meine Schmusedecke war. Sozusagen. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, allein (also, *allein* na ja) durch Berlin zu laufen - ohne irgendwen anrufen zu können. Weil auf die Schnelle noch irgendwelche Handynummern auswendig lernen? Wo ich eh schon so nervös war?

Ein Riesenmenschengewusel da vorm Kino International. Die Ambitionierten liefen sich schon mal warm - wäre mir nicht im Traum eingefallen, ich wusste ja nicht mal, ob ich die 21 km überhaupt durchhalte...

Ich hatte mir nix zu trinken mitgenommen, nicht damit gerechnet, dass ich überhaupt Durst haben würde - und wenn doch, dass da irgendwo doch ein Wasserstand sein müsste. Aber weit gefehlt. Ich war irgendwann so weit, dass ich fast eine fremde Läuferin mit Wasserflasche angesprochen hätte, ob sie mir einen Schluck abgibt. Aber während sich der F-Block langsam Richtung Start vorschob, kamen wir noch an einem Wassertisch vorbei, wo ich schnell ein Becherchen kippen konnte. Zum Glück.

Und dann: Start. Rechts und links wurde ich von einem nicht enden wollenden Strom von Läufern überholt, aber ich wollte mich nicht mitreißen lassen, ich wollte ankommen, keine Bestzeit, keinen Krampf... Schon bald hatte ich zwei Mädels vor mir, die genau mein Tempo liefen - und die ich den ganzen Lauf über immer wieder traf, weil wir einfach wirklich genau das gleiche Tempo gelaufen sind.

Durch mein leicht kondensiertes Training (und die ungewohnten Temperaturen) habe ich auch davon abgesehen, in das sogenannte Wettkampftempo zu verfallen. Ich bin schön locker gelaufen - und während um mich herum alle immer lauter schnauften und rot anliefen und ächzten (oder noch vor km 3 gehen mussten), war ich nicht mal außer Atem. Bis km 10 war alles in Butter. Nix tat weh oder so. Erst auf dem Kudamm hab ich so langsam meine Füße gemerkt, aber lustigerweise auch nur kurz.
Dann kam langsam die 14er Marke, das längste, was ich im Training bisher gelaufen war. Kein Schnaufen, kein Bedürfnis zu gehen, aber schon irgendwie erschöpft.
Richtig hart war's ab km 19. Den Schlenker zum Checkpoint Charlie, den hätt ich nicht haben müssen. ;) Da hab ich zum einen das Tempo angezogen (weil ich nur noch nach Hause wollte...) und zum anderen den totalen Tunnelblick gehabt. Nix mehr rechts und links gesehen - und ab da hab ich nur noch andere überholt. Wenn da noch jemand Befreundetes gestanden hätte, ich hätte es nicht mitbekommen. Hab sogar das 20-km-Schild verpasst... Ab der Schleuse ging es wieder, da war ich irgendwie wieder da und konnte sogar noch ein bisschen schneller werden.

Letzten Endes in zweieinhalb Stunden gefinisht. :)

War ein tolles Erlebnis - und noch dazu fühle ich mich ganz allgemein so fit wie nie.
Trotzdem ist der Gedanke, in einem halben Jahr die doppelte Strecke laufen zu werden, ein wenig erschreckend... Aber ich bleib dran. Auch wenn das Knie jetzt erst mal wieder ein bissl dick ist.

Und übrigens, danke Isa. Wenn du das hier nicht geschrieben hättest, wäre ich immer noch nicht wieder von der Couch - und vor allem nicht am Laufen am tun. :)

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herzlichen glückwunsch

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Ey. Das waren nur 10 km, nicht mal halb so viel! Und das hat mir schon gereicht.
Herzlichen Glückwunsch, ich bin wirklich schwerstens beeindruckt.

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Unglaublich, das hier gerade noch mal zu lesen. Dass das nicht mal ein halbes Jahr her ist. Den letzten HM bin ich in 2:07 gelaufen! Aber das war eine superschöne Strecke und ich war unheimlich gut drauf. Ich wünsche mir, dass ich am 28.9. auch so gut drauf sein und so viel Spaß haben werde!

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Last modified: 2018-01-16 19:31
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